Der Zusammenhang zwischen ADHS und Glücksspielsucht
Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben ein deutlich höheres Risiko, Glücksspielprobleme zu entwickeln. Das Verständnis dieses Zusammenhangs ist entscheidend für eine erfolgreiche Genesung.
Warum erhöht ADHS das Risiko für Spielsucht?
Das ADHS-Gehirn sucht ständig nach Stimulation, um den niedrigeren Dopamin-Basiswert auszugleichen. Glücksspiel mit seinen intermittierenden Belohnungen, hellen Farben und schnellem Tempo liefert einen massiven Dopamin-Schub, der für diesen Neurotyp besonders stark abhängig macht.
Impulsivität und Entscheidungsfindung
Ein Kernsymptom von ADHS ist die Impulsivität. Dies führt zu Schwierigkeiten, vor dem Handeln innezuhalten, Probleme bei der Bewertung langfristiger Risiken zugunsten sofortiger Belohnungen und die Unfähigkeit aufzuhören, sobald das Spielen begonnen hat, selbst wenn die negativen Konsequenzen bekannt sind.
Schwierigkeiten bei den Exekutivfunktionen
ADHS beeinträchtigt die Exekutivfunktionen, was die Selbstregulierung, Finanzplanung und Impulskontrolle erschwert. Menschen mit ADHS können beim Spielen das Zeitgefühl ('Zeitblindheit') oder den Überblick über das Geld verlieren oder sie spielen impulsiv, um Langeweile oder emotionalen Stress selbst zu behandeln.
Spezifische Genesungsstrategien
Standardbehandlungen für Glücksspielsucht müssen oft für Menschen mit ADHS angepasst werden. Externe Barrieren (wie Web-Blocker und Selbstausschluss) sind unerlässlich, da die innere Willenskraft aufgrund exekutiver Dysfunktion weniger zuverlässig ist. Darüber hinaus verringert die wirksame medizinische und psychologische Behandlung der zugrunde liegenden ADHS den Drang, Dopamin durch Glücksspiel zu suchen, drastisch.