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Rehabilitation (REHA)

Intensive Behandlung bei Glücksspielsucht

Wenn ambulante Hilfe nicht ausreicht, bietet die stationäre Rehabilitation die Struktur und Begleitung, die du für einen Neuanfang brauchst.

Eine REHA ist ein intensives Behandlungsprogramm — in der Regel stationär — für Menschen, deren Spielsucht mehr Unterstützung erfordert als die ambulante Therapie bieten kann. Sie ist kein letzter Ausweg: Sie ist ein wirksames Instrument, das Tausenden geholfen hat, ihr Leben wieder aufzubauen.

Was umfasst ein REHA-Programm?

Einzeltherapie

Regelmäßige Sitzungen mit einem auf Verhaltenssüchte spezialisierten Psychologen, um deine Muster, Auslöser und Emotionen zu bearbeiten.

Gruppentherapie

Der Austausch mit anderen Betroffenen reduziert die Isolation und hilft, den Genesungsprozess zu normalisieren.

Psychoedukation

Verstehen, wie der Suchtzyklus funktioniert, das Belohnungssystem des Gehirns und die Mechanismen des pathologischen Spielens.

Rückfallprävention

Risikosituationen erkennen, Bewältigungsstrategien entwickeln und die Rückkehr in den Alltag planen.

Strukturierte Aktivitäten

Sport, kreative Workshops, Entspannungstechniken und andere Aktivitäten, die helfen, gesunde Routinen aufzubauen.

Wann ist eine REHA die richtige Option?

  • Das Spielen hat schwere Folgen verursacht: erhebliche Schulden, Verlust des Arbeitsplatzes, Beziehungsprobleme.
  • Du hast versucht allein oder mit ambulanter Hilfe aufzuhören, aber es hat nicht funktioniert.
  • Du brauchst ein geschütztes Umfeld, fernab von den gewohnten Auslösern.
  • Du brauchst Zeit und Raum, um dich ausschließlich auf deine Genesung zu konzentrieren.

Dauer und Kostenübernahme

Ein typisches Programm dauert 6 bis 16 Wochen. Die gesetzliche Rentenversicherung oder Krankenkasse kann einen erheblichen Teil der Kosten übernehmen. Der Weg beginnt über den Hausarzt und eine Suchtberatungsstelle.

Wie beantrage ich eine REHA?

1. Gespräch mit dem Hausarzt

Der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner. Er kann eine Überweisung ausstellen und einen ärztlichen Befundbericht erstellen.

2. Suchtberatungsstelle kontaktieren

Die Suchtberatungsstelle erstellt den Sozialbericht, der für den REHA-Antrag nötig ist. Die Beratung ist kostenlos, anonym und vertraulich.

3. Antragstellung

Mit dem ärztlichen Befund und dem Sozialbericht wird der Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung oder Krankenkasse gestellt. Die Beratungsstelle hilft beim gesamten Prozess.

Den Schritt zu wagen heißt nicht, gescheitert zu sein

Um intensive Hilfe zu bitten ist eine der mutigsten Entscheidungen, die du treffen kannst. Die REHA ist nicht für die Schwächsten — sie ist für die, die stärker werden wollen.

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